Neuro-Somatische Therapie
Der Hauptschwerpunkt meiner Arbeit liegt auf dem autonomen Nervensystem und der neurosomatischen Integration.
Das autonome Nervensystem steuert grundlegende Körperfunktionen wie:
- Spannung und Entspannung
- Atmung
- Herz-Kreislauf-Regulation
- innere Sicherheit und Stressreaktionen
Neurosomatische Integration bedeutet, dass körperliche Wahrnehmung, Regulation und innere Verarbeitung wieder miteinander in Verbindung kommen. Ziel ist es, dem Körper zu helfen, aus anhaltenden Stress- oder Alarmzuständen in mehr Ruhe, Stabilität und Selbstregulation zurückzufinden.
1. Aufbau von Ressourcen und Sicherheit
Zu Beginn der Sitzung arbeiten wir mit inneren und äußeren Ressourcen – das können stärkende Erinnerungen, Körperempfindungen oder auch unterstützende Menschen sein. Ziel ist es, ein Gefühl von Stabilität und Selbstwirksamkeit zu fördern.
2. Spüren statt erzählen
Im Gegensatz zu rein gesprächsbasierten Methoden steht hier das Körpererleben im Mittelpunkt. Es wird nicht zwingend über traumatische Ereignisse gesprochen. Vielmehr achten wir auf:
- Körperempfindungen (z. B. Enge, Wärme, Kribbeln)
- Bewegungsimpulse
- Mikroregungen
- Emotionen im Hier und Jetzt
3. Wechseln & Dosierung
Das Prinzip des „Wechselns/Pendelns“ ist zentral: Wir wechseln bewusst zwischen herausfordernden und angenehmen Erfahrungen. Diese behutsame Dosierung schützt vor Überwältigung und ermöglicht nachhaltige Integration.
4. Vervollständigung von Überlebensimpulsen
Das Nervensystem bekommt in sicherem Rahmen die Möglichkeit, das zu tun, was es damals nicht konnte: z. B. sich schützen, weglaufen, Nein sagen. Diese Impulse dürfen sich oft in kleinen, feinen Bewegungen ausdrücken – ein Zittern, eine Geste, ein Atemzug.
5. Integration
Am Ende der Sitzung wird das Erlebte bewusst integriert – über Sprache, Körperwahrnehmung und oft auch durch ein verändertes Gefühl im eigenen Sein: mehr Ruhe, mehr Kontakt, mehr Lebendigkeit.
Fachlicher Hintergrund
Meine physiotherapeutische Arbeit wird durch umfangreiche traumabezogene Fort- und Weiterbildungen ergänzt, darunter Ausbildungen mit humanistisch-psychotherapeutischem und systemischem Schwerpunkt, Neurologischen Zusatz-Ausbildungen, Ayurveda Medizin und Yogatherapie.
Diese Kenntnisse dienen der vertieften Einordnung körperlicher Prozesse und fließen unterstützend in die somatische Arbeit mit dem autonomen Nervensystem ein.
Die angebotene Begleitung ist jedoch keine Psychotherapie und ersetzt keine psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung.
Im Mittelpunkt steht nicht, etwas „wegzumachen“, sondern wieder mehr Sicherheit, Wahrnehmung und Stabilität im eigenen Körper zu finden.
Über den Button kannst du Kontakt aufnehmen.
Die hier angebotene Arbeit ist eine physiotherapeutisch-somatische Begleitung mit dem Schwerpunkt auf der Regulation des autonomen Nervensystems und der neurosomatischen Integration.
Im Mittelpunkt steht der Körper als zentraler Ort von Wahrnehmung, Spannung und Regulation. Ziel ist es, dem Nervensystem wieder mehr Stabilität, Sicherheit und Anpassungsfähigkeit zu ermöglichen.
Meine Arbeit ist keine Psychotherapie und ersetzt keine psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung.
Gesprächsanteile können Teil der Begleitung sein, dienen jedoch ausschließlich der Orientierung und Unterstützung der körperorientierten Prozesse.
Normal ist ein Mythos.
Ist das normal oder bin ich traumatisiert?
Viele der Beschwerden, mit denen Frauen zu mir kommen, sind keine Zeichen von „krank sein“, sondern Ausdruck eines hoch belasteten Nervensystems.
Innere Unruhe, Erschöpfung, Anspannung, Schlafprobleme oder das Gefühl, ständig „unter Strom“ zu stehen, entstehen häufig dann, wenn das autonome Nervensystem über längere Zeit im Stress- oder Alarmmodus arbeitet. Das kann durch anhaltende Überforderung, hohe Anforderungen oder belastende Erfahrungen begünstigt werden – auch ohne ein klar benennbares „Trauma“.
In der physiotherapeutisch-somatischen Arbeit geht es nicht um Diagnosen, sondern darum zu verstehen, wie dein Nervensystem aktuell reagiert und was es braucht, um wieder mehr Stabilität und Regulation zu finden.
Ob deine Symptome im medizinischen oder psychotherapeutischen Sinne als „Trauma“ einzuordnen wären, ist dabei nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass dein Körper zeigt, dass er Unterstützung braucht – und genau dort setzt die Arbeit an.
Ist das das richtige für dich?
Für wen ist Neuro-Somatische Arbeit geeignet?
Neuro-somatische Arbeit eignet sich für Frauen, deren Nervensystem dauerhaft unter hoher Belastung steht und die spüren, dass rein kognitive oder rein symptomorientierte Ansätze nicht ausreichen.
Sie kann hilfreich sein bei:
- anhaltender innerer Unruhe oder Erschöpfung
- Stress- und Überlastungszuständen
- körperlicher Anspannung ohne klare Ursache
- Schlafproblemen oder schneller Reizüberforderung
- dem Gefühl, nicht mehr richtig im eigenen Körper anzukommen
- Folgen von belastenden oder überwältigenden Erfahrungen
Im Mittelpunkt steht nicht eine Diagnose, sondern die Frage, wie dein autonomes Nervensystem aktuell reagiert und welche körperlichen Zugänge dabei unterstützen können, wieder mehr Stabilität, Sicherheit und Regulation zu finden.
- Die Arbeit richtet sich an Frauen, die einen körperorientierten Zugang suchen und bereit sind, Wahrnehmung, Regulation und Integration schrittweise über den Körper zu unterstützen.
Muss ich über traumatische Erlebnisse sprechen?
Nein.
In der neuro-somatischen Arbeit ist es nicht notwendig, belastende oder traumatische Erlebnisse im Detail zu erzählen.
Der Schwerpunkt liegt auf dem aktuellen Erleben im Körper und darauf, wie dein Nervensystem im Hier und Jetzt reagiert. Worte können unterstützend genutzt werden, um Orientierung zu geben, sie stehen jedoch nicht im Mittelpunktder Behandlung.
Wenn du etwas teilen möchtest, darf das sein. Wenn nicht, ist das ebenso in Ordnung. Die Arbeit erfolgt immer in dem Maß, das sich für dich sicher und stimmig anfühlt. Ziel ist es, dem Nervensystem über körperorientierte Zugänge mehr Stabilität, Regulation und Sicherheit zu ermöglichen – ohne Druck, ohne Erzählen-Müssen.
Ist neuro-somatische Arbeit auch bei weniger offensichtlichen Belastungen sinnvoll?
Ja.
Viele Belastungen, die das Nervensystem prägen, werden im Alltag nicht als „Trauma“ wahrgenommen. Dazu gehören zum Beispiel wiederholter Stress, emotionale Überforderung, anhaltender Druck oder Situationen, in denen wenig Raum für Erholung und Regulation war.
Für das autonome Nervensystem ist nicht entscheidend, wie etwas eingeordnet oder benannt wird, sondern wie lange und wie intensiv Belastung erlebt wurde. Auch scheinbar „kleinere“ oder alltägliche Erfahrungen können dazu führen, dass der Körper dauerhaft in einem erhöhten Spannungs- oder Alarmzustand bleibt.
Die neuro-somatische Arbeit setzt genau hier an:
Sie unterstützt das Nervensystem dabei, gespeicherte Spannungsmuster zu lösen, Regulation wieder aufzubauen und mehr innere Stabilität zu ermöglichen – unabhängig davon, ob es ein klar benennbares traumatisches Ereignis gibt oder nicht.
Im Mittelpunkt steht nicht die Bewertung der Erfahrung, sondern die Frage, was dein Körper aktuell braucht, um sich wieder sicherer und ausgeglichener zu fühlen.
Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?
Wie bei jeder körperorientierten therapeutischen Arbeit können auch in der neuro-somatischen Begleitung Reaktionen des Nervensystems auftreten. Diese sind kein Zeichen von Fehlentwicklung, sondern Teil eines Regulations- und Anpassungsprozesses.
Typische Reaktionen können zum Beispiel sein:
- vorübergehende Müdigkeit
- emotionale Bewegtheit
- ein verändertes Körperempfinden
- kurzfristige Reaktionen wie Unruhe oder Erschöpfung
Ich arbeite bewusst und gezielt mit dem Vermeiden von Reizüberflutung, Überforderung und Dekompensation.
Ein zentrales Element meiner Arbeit ist das sogenannte Pendeln. Diese Methode wird in jeder Sitzung eingesetzt und sorgt dafür, dass Regulation schrittweise erfolgt: zwischen Aktivierung und Ruhe, zwischen Wahrnehmung und Entlastung.
Das Nervensystem wird dabei nicht „überfahren“, sondern kontinuierlich begleitet. Belastende Zustände werden nur so weit berührt, wie es im jeweiligen Moment stabil verarbeitbar ist.
Trotzdem gilt: Reaktionen und Anpassungsprozesse sind Teil jeder therapeutischen Arbeit. Wichtig ist, dass sie wahrgenommen, eingeordnet und regulierend begleitet werden. Genau dafür findet die Arbeit im direkten persönlichen Kontakt statt.
Ist Neuro-Somatische Therapie wissenschaftlich fundiert?
Die neuro-somatische Arbeit basiert auf aktuellen Erkenntnissen aus der Neurobiologie, Stress- und Traumaforschung sowie der Physiologie des autonomen Nervensystems.
Zentrale Grundlagen stammen unter anderem aus:
- der Traumaforschung (u. a. Arbeiten von Bessel van der Kolk zur körperlichen Dimension von Stress- und Traumaerfahrungen),
- der Neurophysiologie des autonomen Nervensystems (z. B. Stephen Porges und die Polyvagal-Theorie),
- sowie aus körperorientierten, physiotherapeutischen und neurobiologischen Ansätzen zur Regulation und Integration.
Diese Forschung zeigt, dass belastende Erfahrungen und anhaltender Stress nicht nur kognitiv, sondern vor allem körperlich und nervensystemisch verarbeitet werden. Regulation, Sicherheit und Anpassungsfähigkeit entstehen daher maßgeblich über den Körper.
Die hier angebotene Arbeit ist keine Psychotherapie, sondern eine physiotherapeutisch-somatische Begleitung, die diese wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzt, um körperliche Prozesse der Regulation, Wahrnehmung und Stabilisierung gezielt zu unterstützen.
Wie in vielen therapeutischen Feldern gilt auch hier: Nicht jede Methode ist isoliert als Einzeltechnik „bewiesen“, wohl aber der grundlegende Zusammenhang zwischen Nervensystem, Körper und Stressverarbeitung. Die Arbeit orientiert sich daher an evidenznahen Konzepten und klinischer Erfahrung, nicht an Versprechen oder Pauschallösungen.
Dein Nervensystem spricht keine Worte. Es spricht eine somatische, non-verbale Sprache.
Um unserem Nervensystem dabei zu helfen klar zu kommen, müssen wir die Sprache des Nervensystems verstehen.
Heilung beginnt mit Verständnis.
Atem
Das Autonome Nervensystem (ANS) interpretiert, analysiert und verarbeitet Informationen von innen (Glaubenssätze, Überzeugungen) und aussen (Erlebnisse) 24/7. Die Atmung ist die erste und unmittelbare Reaktion auf die Interpretation des Autonomen Nervensystems: das Unbewusste.
Aktion
Nach der Interpretation, Analyse und Verarbeitung wird automatisch und unbewusst eine Handlung in die Wege geleitet, die in 2 Hauptkategorien fallen: sicher / nicht sicher. "Sicher" aktiviert das parasympathische System des ANS und "nicht sicher"aktiviert das sympathische System des ANS.
Gefühl
Je nach dem, ob der Parasympathikus oder Sympathikus aktiviert wurde, kommuniziert der Körper über Gefühle, die entweder Entspannung oder Stress erzeugen.
Emotion
Die Gefühle werden vom Verstand interpretiert und bestätigt und die Reaktion erfolgt. Die Schritte 1 bis 4 sind alle komplett unbewusst und irre schnell abgelaufen. Das erste, was du wenn überhaupt bewusst mitbekommst, sind subtile Gefühle oder eine Emotion.
Die 7 verschiedene Zustände des Autonomen Nervensystems selbst erkennen lernen
Das Wissen über die 7 verschiedenen Zustände des Autonomen Nervensystems alleine kann schon ein erstes Gefühl von Erleichterung erzeugen, weil dadurch ganz natürlich die Idee zu wachsen beginnt, dass man Einfluss auf diese Zustände haben kann. Du kannst nur verändern, was du sehen kannst.
Der erste Schritt ist Erkennen. Durch verkörpertes Lernen (Embodied Learning) wird ein Prozess in Gang gesetzt, durch den du in deinem Leben mehr Leichtigkeit, Freude und Bedeutung empfinden kannst.
Durch die Neuro-Somatische Therapie lernst du:
...in was für einem Zustand sich dein Autonomes Nervensystem momentan meistens befindet,
Ich erkläre dir die so genannte Neurozeption: das unbewusste Programm des Autonomen Nervensystems, um Sicherheit oder Gefahr zu erkennen und ich bringe dir die Interozeption bei: die Wahrnehmung innerer Signale des Körpers und wie du deine Zustände deines Autonomen Nervensystems selbst verändern kannst.
...wie du in diesen Zustand geraten bist,
Ich halte den Raum für dich und begleite dich beim Verstehen der Strategien deines Autonomen Nervensystems, die es entwickelt hat, um dich zu schützen. Trauma entsteht in Beziehungen und heilt in Beziehungen. Zusammen finden wir Schritt für Schritt einen sicheren Weg zurück in tiefe und sicher empfundene Verbundenheit mit Menschen und deinem Umfeld.
und wie du das ändern kannst.
Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du deinen inneren Zustand verändern kannst, indem du eine Verbindung nach innen aufbaust und die Kommunikation mit deinem Autonomen Nervensystems aufbaust und verfeinerst. Und wir finden zusammen einen Weg, wie du deine individuelle Co-regulation mit anderen und deinem Umfeld aufbauen kannst. Wir brauchen Beziehungen, um zu heilen.
